Mit einer Wunschamputation zu mehr Lebensqualität? 

Immer wieder entzündete Wunden an einer oder mehreren Gliedmaßen, oder ein Gelenkersatz, den der Körper einfach nicht annehmen will? Ein Gelenk, das versteift werden muss, weil es keine andere Option mehr gibt? Lange Zeit Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen ertragen – das geht an die Substanz.  

 

Der Wunsch, ohne Schmerzen zu leben 

Daher gelangen einige Betroffene an den Punkt, an dem sie für sich entscheiden, dass sie ihr Leben so nicht weiterführen möchten. Körper und Seele sind müde von den vielen Behandlungen, die bislang womöglich auch wenig erfolgreich verliefen. Hier kann eine Amputation zu mehr Lebensqualität und Gesundheit verhelfen. Diese ‚Wunschamputationen‘ sind durch ein entsprechendes Leiden motiviert und werden umfassend von Mediziner:innen geplant.  

 

Die Entscheidung steht – und dann? 

Für einen dauerhaften Erfolg einer Amputation bedarf es eines professionellen interdisziplinären Teams und einer guten Planung der komplexen OP-Vor- und -Nachbereitung sowie der Rehabilitation. Dabei gilt es vor allem, einen gut zu versorgenden Stumpf und eine optimale Wundheilung zu erreichen. Mehr zum Thema Amputation liest Du hier. 

Nach der Amputation 

Nach der Amputation geht es nicht nur um die erste Wund-, Prothesen- und physiotherapeutische Versorgung, sondern um viele lebenspraktische Fragen, die zum Beispiel im Rahmen von Prothesen-Sprechstunden gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin und dem:der Orthopädietechniker:in geklärt werden können. Hilfreich bei lebenspraktischen Fragen ist die Kontaktaufnahme zu geschulten Peers, das sind ehrenamtliche Mitarbeitende mit eigener Amputationserfahrung. Sie unterstützen den:die Betroffene:n mit ihrem Wissen – unter anderem zu Themen wie Mobilität sowie psychologische und finanzielle Belange. Weitere Informationen zur Nachsorge haben wir hier für Dich zusammengestellt.  

 

Fazit 

Eine Wunschamputation kann bei optimaler Versorgung die Lebensqualität enorm erhöhen. Entscheidend sind dabei nicht nur ein erfahrenes medizinisches und Therapeut:innen-Team, sondern fundierte vor- und nachbereitende Gespräche, die den:die Betroffene:n unterstützen und motivieren.  

 

Hast Du Fragen an Techniker:innen, Therapeut:innen oder Anwender:innen?

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