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“Mit meiner Prothese habe ich keinerlei Schwierigkeiten beim Gehen. Mir ist außerdem wichtig, dass mein Gangbild harmonisch und natürlich wirkt. Deshalb schaue ich manchmal auf meinen Schatten, um es zu kontrollieren”
Jürgen
„Eine Kosmetik benutze ich nicht, und im Sommer trage ich kurze Hosen. Meine Prothese zu verstecken, kommt für mich nicht infrage! Negative Kommentare habe ich bisher keine erlebt. Höchstens Kinder schauen neugierig und fragen, was ich da am Bein habe. Dann erkläre ich, dass es sich um eine Fußprothese handelt, die ich wegen eines Unfalls trage. Und ich sage ihnen, wie wichtig es ist, gut auf sich aufzupassen.“
Unfall auf dem elterlichen Hof
Im Oktober 2006 hatte Jürgen einen schweren Unfall, als er seinen Eltern auf dem Hof half. Beim Abkoppeln eines Einachsanhängers brach das Stützrad ab, wodurch der Anhänger mit vollem Gewicht auf seinen Fuß geriet. Die Verletzungen waren so gravierend, dass die Ärztinnen und Ärzte ihm im Krankenhaus direkt mitteilten, der Fuß müsse amputiert werden. Doch Jürgen klammerte sich an die Hoffnung, dass eine Rettung möglich sei. Verschiedene Maßnahmen wurden ergriffen, unter anderem der Einsatz eines Fixateurs (äußeres Stabilisierungssystem). Letztlich war die Durchblutung des Fußes und Unterschenkels jedoch so stark beeinträchtigt, dass das Gewebe abstarb. Stück für Stück musste der Unterschenkel bis unter das Knie amputiert werden.
Der Weg zurück in den Alltag mit einer Prothese
„Nach so einem Ereignis bricht erst einmal die Welt zusammen“, erinnert sich Jürgen. Sein Bruder organisierte einen Orthopädietechniker, der ihn im Krankenhaus besuchte und ihm die Situation verständlich erklärte. „Dieser Mann war unglaublich hilfreich. Mit meiner Interimsprothese konnte ich wieder gehen, und das hat mir neuen Auftrieb gegeben.“ Während seines Klinikaufenthalts stieß Jürgen im Internet auf einen Prothesenhersteller, der Testpersonen suchte. „Ich habe mich sofort beworben, wurde aber – verständlicherweise – abgelehnt, weil ich noch im Krankenhaus lag. Einige Zeit später meldeten sie sich jedoch, und ich durfte schließlich an Prothesentests teilnehmen.“ Jürgen, als gelernter Werkzeugmacher mit einem ausgeprägten technischen Verständnis, war dabei eine wertvolle Unterstützung für alle Beteiligten.
"Ich habe meine Arbeit immer gemocht, und meine Fußprothese hat alles problemlos mitgemacht." – Jürgen
Beruflich wieder voll dabei
Nach seinem Unfall konnte er problemlos in seinen Beruf zurückkehren und arbeitete weiterhin als Meister in der Produktion von Katalysatoren. „Ich habe meine Arbeit immer gemocht, und meine Fußprothese hat alles problemlos mitgemacht“, erinnert er sich.
Mit 60 Jahren entschied sich Jürgen, das Berufsleben hinter sich zu lassen, als ihm ein Abfindungsangebot gemacht wurde. Heute verbringt er viel Zeit mit seiner Familie, den Enkeln und seinem Hund. In seiner Freizeit fährt er Fahrrad und geht im Winter leidenschaftlich gern Ski fahren. „Ich nehme das Leben, wie es kommt, und genieße es jeden Tag aufs Neue.“
Seit Sommer 2024 verwendet Jürgen den Pro-Flex Terra in seinem Alltag und ist davon begeistert: „Das Laufen fühlt sich unglaublich weich an, egal auf welchem Untergrund. Ob ich mit meinem Hund über Feldwege spaziere oder beim Fliegenfischen durch einen Fluss waten muss – der Fuß passt sich perfekt an. Dank des beiliegenden Keil-Sets kann ich den Fersenauftritt je nach Aktivität individuell einstellen. Anfangs fand ich das auffällige Design etwas gewöhnungsbedürftig, doch das großartige Laufgefühl hat mich sofort überzeugt. Egal, wo ich unterwegs bin, ich bewege mich entspannt und sicher!“