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Freizeitbeschäftigungen für Menschen mit Amputation


Mit Freizeit ist nicht nur arbeitsfreie Zeit gemeint. Dieser Zeitraum bietet Gelegenheit für eine Vielfalt von Aktivitäten, die entweder Entspannung oder auch Action bringen. Ob alleine oder mit anderen zusammen – Hauptsache es macht Spaß. Sitzt Du viel in Deinem Alltag, wäre Bewegung ein guter Ausgleich. Stehst und gehst Du viel, dann ist entspanntes Sitzen und ein Buch lesen vielleicht genau das Richtige für Dich.

Warum ist Bewegung wichtig?

Am besten ist Bewegung an der frischen Luft. Ob alleine oder in einer Gruppe – es gibt unzählige Möglichkeiten, körperlich aktiv zu sein! Wer sich täglich bewegt, fördert dadurch sein körperliches Wohlbefinden, verbessert seine Abwehrkräfte, trainiert Herz- und Kreislauf, stärkt seine Knochen und vermindert sogar das Risiko, an Demenz zu erkranken. Zudem kann Bewegung dazu beitragen, körperliche Schmerzen zu reduzieren.

Der klassische Spaziergang

Bewegung fängt schon beim Spazierengehen an. Wer mit Prothese läuft und Sicherheit braucht, kann beispielsweise einen Gehstock nutzen oder die Nordic-Walking-Stöcke mitnehmen. Gehen kann man gut im Wald auf befestigten Wegen, für den:die sichere:n Außenbereichsgeher:in darf es auch mal etwas unebener werden. Das schärft die Sinne!

Wandern

Das ist etwas für Fortgeschrittene und bietet eine großartige Abwechslung. Es muss ja nicht gleich der Großglockner sein, aber vielleicht der Boxberg (Schleswig-Holstein) zu Beginn und dann in den Harz, die Eifel, den Odenwald … Empfehlenswert ist es, vorher die Tour zu planen: Gibt es eine Seilbahn, die mich nach dem Aufstieg wieder nach unten bringt? Wie weit ist die Strecke von A nach B? Bin ich fit genug für diese Distanz?

Schwimmen

Rein ins kühle Nass! Das ist mit einer Badeprotheseoder ohne diese möglich. Schwimmen ist entlastend für den Körper, weil man sich im Wasser federleicht fühlt. Wer dabei zur Seite kippt wie ein Fisch mit nur einer Seitenflosse, kann anfangs mit einem kleinen Schwimmbrett üben und dann mit einer Schwimmnudel. Die neue Mitte findet sich wieder!

Golfen

Golfen ist ebenfalls ein ausgleichender Sport – wenn auch immer noch als elitäre Sportart verrufen, erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit. Es hält fit und verbessert zudem die Koordination sowie Konzentration. Wem der Einstieg in diesen Sport noch zu viel oder zu teuer ist, kann vielleicht erst mal mit Minigolf anfangen 

Fahrradfahren

Mit dem Rad können längere Strecken zurückgelegt werden. Um Kräfte zu sparen oder es sich leichter zu machen, kann das E-Bike genutzt werden. Wer unsicher ist oder Probleme mit dem Gleichgewicht hat, könnte auf ein Dreirad steigen.

Yoga

Hier sind Sport und Meditation vereint. Je regelmäßiger Yoga ausgeübt wird, desto schneller werden die positiven Effekte spürbar. Du wirst ruhiger, lässt Dich nicht mehr so schnell stressen und fühlst Dich auch körperlich besser. Yoga stärkt ganz sanft Dein Herz-Kreislauf-System, Deinen Bewegungsapparat und Dein Immunsystem.

Durch die Kraft- und Atemübungen baust Du automatisch Muskeln auf und entgiftest Deinen Körper. Je nach Stil kann Yoga ein effektives Kardio- oder Krafttraining sein – doch das ist letztendlich nur ein praktischer Nebeneffekt. Yoga ist nämlich kein Wettbewerb oder reines Work-out. Es geht vielmehr darum, mehr Achtsamkeit gegenüber Dir selbst und anderen aufzubauen. Vergiss also auf der Matte Perfektion und Konkurrenzdenken. Achte nur darauf, wie es Deinem Körper und Geist geht.

Freizeit in Gesellschaft

Freizeitreffs

Möchtest Du neue Menschen kennenlernen und gleichzeitig etwas erleben? Dann sind vielleicht die zahlreichen Freizeittreffs und -klubs etwas für Dich. In jeder größeren Stadt gibt es sie inzwischen, meist über eine App oder eine WhatsApp-Gruppe organisiert. Mittels Internetsuche wirst Du bestimmt auch eine Gruppe in Deiner Nähe ausfindig machen können.

Ehrenamt

Hast Du schon einmal über ein Ehrenamt nachgedacht? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich ehrenamtlich und zum Wohle der Gesellschaft zu engagieren. Zum Beispiel bei der Feuerwehr, einem Sportverein, der Tafel oder Nachbarschaftshilfe. Aber auch beim Technischen Hilfswerk oder als Vorleser:in in einem Seniorenheim. Eine solche Tätigkeit eröffnet zudem die Gelegenheit, die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen. Also runter vom Sofa! 

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